Wibke  Bruhns
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Wibke Bruhns

geb. Klamroth
* 08.09.1938 in Halberstadt
† 20.06.2019
Erstellt von
Angelegt am 26.06.2019
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Renate Drda

Entzündet am 06.12.2019 um 17:25 Uhr

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Christa Furnya

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Mein herzliches Beileid zum Tode der Frau Bruhns. So ein Buch wie "Meines Vaters Land" habe ich noch nie gelesen - was für eine Familie, was für eine Frau !

Gedenkkerze

Peter Bischoff

Entzündet am 27.06.2019 um 21:02 Uhr

Auf Wiedersehen auf Wolke 79 -- Du warst eine tolle Frau

Wibke Bruhns

26.06.2019 um 12:07 Uhr von Redaktion

Wibke Gertrud Bruhns (geborene Klamroth; * 8. September 1938 in Halberstadt; † 20. Juni 2019 in Hamburg) war eine deutsche Journalistin und Autorin. Sie präsentierte im bundesrepublikanischen Fernsehen (1971/72 beim ZDF, in der Spätausgabe der Sendung heute) als erste Frau eine Nachrichtensendung. Neben ihrer Arbeit als Redakteurin und Moderatorin bei verschiedenen Fernsehsendern war Wibke Bruhns Korrespondentin des Stern in Jerusalem und Washington D.C. sowie Sprecherin der Expo 2000.

Leben

26.06.2019 um 12:06 Uhr von Redaktion

Bruhns lebte als freie Autorin in Berlin. Ihre Schwester ist die Juristin und Autorin Sabine Klamroth. Ihre älteste Tochter Annika Bruhns, geboren 1966, ist Schauspielerin und Sängerin. Ihre zweite Tochter, die Journalistin Meike Bruhns, wurde 1968 geboren. Wibke Bruhns heiratete 1961 den Werbekaufmann Peter Teichgräber. Die Ehe wurde im Jahr darauf geschieden. Von 1965 bis zu dessen Tod 1977 war sie mit dem Schauspieler Werner Bruhns verheiratet. Aus dieser Ehe gingen die beiden Töchter hervor.

 

Im Laufe ihrer Berufslaufbahn verbrachte sie einige Jahre in Israel und den USA.

 

Kindheit, Jugend und Familie

Bruhns wurde als jüngstes von fünf Kindern des Kaufmanns Hans Georg Klamroth und dessen Frau Else geboren. Ihr Vater war Mitglied der Reiter-SS und diente im Zweiten Weltkrieg als Major der Reserve als Abwehroffizier in der Wehrmacht. Er wurde am 15. August 1944 als Mitwisser des gescheiterten Hitler-Attentates vom 20. Juli 1944 wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und am 26. August 1944 in Plötzensee hingerichtet. Ihre Mutter Else Klamroth, geborene Podeus, war die Tochter eines Fabrikanten aus Wismar. Nach dem Tod ihres Mannes musste Else Klamroth die fünf Kinder alleine großziehen. Im Sommer 1948 zog die Familie von Halberstadt nach Braunschweig. Im nahegelegenen deutsch-deutschen Grenzort Mattierzoll führte Else Klamroth zunächst eine Dependance der Halberstädter Familienfirma. Dennoch war die Familie in finanziellen Nöten und lebte von Spenden des Hilfswerkes 20. Juli. Im Jahr 1949 war Wibke Bruhns vorübergehend in einem Kinderheim in Gaienhofen am Bodensee. Nach jahrelangen Verhandlungen wurde Else Klamroth eine Entschädigung für die Verurteilung und Hinrichtung ihres Mannes zugesprochen.

 

Während des Dritten Reiches war Else Klamroth die Ortsgruppenleiterin der Halberstädter NS-Frauenschaft. 1949 trat sie in den diplomatischen Dienst der Bundesrepublik Deutschland ein. Im Zuge dessen zog die Familie nach Stockholm, wo Else Klamroth Referatsleiterin an der deutschen Botschaft war.

 

Ausbildung

Bruhns besuchte während ihrer Schullaufbahn verschiedene Internate. Vor dem Umzug nach Schweden ermöglichte ihr ein Stipendium des Hilfswerkes 20. Juli, das evangelische Bugenhagen-Internat in Timmendorfer Strand zu besuchen. Später besuchte sie ein Internat in Plön, das sie wegen einer Beziehung zu einem Mitschüler vorzeitig verlassen musste. Ihr Abitur machte Bruhns in Berlin. Nach dem Abitur ging sie für ein halbes Jahr nach London, wo ihre Mutter zu dieser Zeit in der deutschen Botschaft arbeitete. Anschließend besuchte sie für ein Jahr eine Handelsschule. Das Studium der Geschichte und Politikwissenschaften in Hamburg brach sie ab.

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